ZWOK verabschiedet Haushaltsplan 2017

Wasserversorger setzt auf enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden

Falkenberg. In der letzten Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserversorgung Oberes Kollbachtal am 22. Februar wurde der Haushaltsplan für 2017 verabschiedet. Im Fokus der geplanten Aktivitäten stehen die Versorgungssicherheit der Bürger mit qualitativ hochwertigem und jederzeit ausreichendem Trinkwasser sowie die Sanierung der über 50 Jahre alten Infrastruktur im ZWOK-Versorgungsgebiet. Hierbei setzt ZWOK auf enge Zusammenarbeit mit den Mitgliedergemeinden, um die Kosten möglichst gering zu halten.

Langfristige Trinkwasserversorgung sicherstellen

Für eine langfristige Qualitätssicherung des Trinkwassers spielen in Zukunft vielfältige neue Herausforderungen eine große Rolle. Veränderte Umweltbedingungen – wie beispielsweise zunehmende Schadstoffeinträge sowie Auswirkungen des Klimawandels – stellen die Wasserversorger dabei vor immer neue Aufgaben. Hinzu kommt die Tatsache, dass die bestehende Infrastruktur vielerorts in die Jahre gekommen ist – die Wasserversorgung Oberes Kollbachtal feierte 2015 ihren 50. Geburtstag. Außerdem gibt es darüber hinaus neue gesetzliche Anforderungen, wie beispielsweise die energetische Sanierung. All diese Maßnahmen erfordern hohe finanzielle Langzeitinvestitionen, damit die gewohnte Trinkwasserqualität sowie die Versorgungssicherheit auch in Zukunft erhalten bleiben.

Zur Finanzierungssituation der kommunalen Wasserversorgung

Da kommunale Wasserversorger den Auftrag haben, gemeinwohlorientiert zu arbeiten, dürfen sie keine Gewinne erwirtschaften. Gleichzeitig sind sie gehalten, sich eigenständig zu finanzieren, um die immer knapperen Gemeindehaushalte nicht zusätzlich zu belasten. Das bedeutet, sie müssen die erforderlichen Instandhaltungs- und Modernisierungskosten selbst aufbringen. Einzige Einnahmequellen sind dabei die Beiträge für Anschlüsse sowie die laufenden Gebühren für den individuellen Wasserverbrauch beziehungsweise Investitionskredite. Notwendige Gebührenerhöhungen werden grundsätzlich nach Prüfung und mit Zustimmung des Bayerischen Kommunalen Prüfungsverbands festgelegt. Bei allen notwendigen Investitionen geht es dabei immer um langfristige Planungen für die Zukunft. Denn – eine zukunftssichere Wasserversorgung ist eine der wichtigsten Grundlagen für die Lebensqualität der Bürger sowie die Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung einer Region.

Synergien nutzen hilft Kosten sparen

Eine wichtige Maßnahme, um Kosten zu sparen, ist für den ZWOK der enge Informationsaustausch mit den Gemeinden im Versorgungsgebiet. Beispiel für eine derartige, vorbildliche Zusammenarbeit ist die Sanierung des Leitungsnetzes an der Ortsdurchfahrt in Ruhstorf im Markt Simbach. Durch flexible Terminabsprache mit der Kommune konnten hier unnötige Kosten durch erneutes Aufbrechen des Asphalts zu vermieden werden und der Zweckverband erklärte sich bereit, Leerrohre für die künftige Breitbandversorgung der Gemeinde mitzuverlegen.

Aus dem ZWOK Haushaltsplan 2017 

Der Wirtschaftsplan von ZWOK für das Haushaltsjahr 2017 wurde wie folgt beschlossen: Im Erfolgsplan sind voraussichtliche Erträge von 1.098.750 Euro sowie Aufwendungen von 1.361.050 Euro eingeplant. Der Finanz- oder Vermögensplan enthält analog dazu voraussichtliche vermögenswirksame Einnahmen sowie Ausgaben von je 1.845.000 Euro. Der Betrag der Kreditaufnahmen für Investitionen wurde auf 1.600.000 Euro festgesetzt. Investitionsschwerpunkte sind zahlreiche Sanierungen und Erneuerungen im Leitungsnetz – beispielsweise in Zell, Malgersdorf, Taufkirchen und Falkenberg. Aber auch Investitionen in Neuerschließungen sowie Teile der Infrastruktur. Die geplante Gesamt-Investitionssumme beträgt 1.845.000 Euro.

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