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Weitere erfolgreiche Sanierungen vom ZV Oberes Kollbachtal

Reisbach/Falkenberg. 2015 feierte der Zweckverband Wasserversorgung Oberes Kollbachtal (ZWOK) sein 50-jähriges Jubiläum – Zeit, das Leitungsnetz sukzessive zu erneuern, da durch die natürliche Materialermüdung Rohrbrüche drohen. Aktuell wurde gerade die Sanierung des Teilabschnitts Thannenmais/Wimbach in der Gemeinde Reisbach beendet und die Sanierung in Ober- und Untereisbach in der Gemeinde Falkenberg steht kurz vor der Fertigstellung.

In der vergangenen Woche trafen sich die Vorsitzende des Wasserzweckverbands und Bürgermeisterin von Falkenberg, Anna Nagl, ZWOK-Werkleiter Markus Schmitz und Rainer Obermeier, technischer ZWOK-Betriebsleiter sowie Andreas Bauer vom gleichnamigen Unternehmen in Mitterskirchen, das die Ausschreibung für die Bauarbeiten gewonnen hatte, um sich persönlich über die Baufortschritte zu informieren. Es wurden alte PVC-Rohre gegen neue PE-Rohre im Spülbohrverfahren ausgetauscht.

Spülbohrverfahren

Das Spülbohrverfahren ist eine innovative Methode des Leitungsverlegens, bei dem keine störenden Erdbewegungen stattfinden. Diese würden im Anschluss unter Umständen eine aufwendige Oberflächenwiederherstellung nach sich ziehen.

Das Verfahren ist daher besonders umweltschonend, weil es nur punktuelle Eingriffe in Umwelt notwendig macht, d.h. nur minimale Flurschäden verursacht. Weitere Vorteile dieser Unterbohrungstechnik gegenüber der traditionellen, offenen Bauweise sind die reduzierte Baukosten und -zeiten sowie schnellere Genehmigungsverfahren.

Die neuen Leitungsabschnitte aus Polyethylenrohren (PE) entsprechen dem neuesten technischen Standard und sind im Gegensatz zu den alten PVC-Rohren bruchsicher. D.h. es können sich weder Steine durch Bewegungen im Erdreich in die Rohre bohren, noch sind sie spannungsempfindlich für Temperaturschwankungen etc.

Daten und Fakten zu den Sanierungen: Thannenmais/Wimbach – Insgesamt wurden rund 800 Meter neue Rohre verlegt. Verarbeitet wurden HDPE Rohre mit 140 und 125 mm Durchmesser. Die Baukosten betrugen 80.000 EUR. Ober- und Untereisbach – Hier wurden rund 1300 Meter Leitungen ausgetauscht. Verarbeitet wurden HDPE-Rohre mit 140 mm und 110 mm Durchmesser. Die Kosten betrugen hier 140.000 EUR. Die Planung und Überwachung der Baumaßnahmen lagen beim Zweckverband, was zusätzliche Kosten einsparte.

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