Festakt zum 50-jährigen Bestehen

Bestnoten für Preis, Qualität, Versorgungssicherheit

50 Jahre ZWOKNachdem sie am Sonntag bereits beim „Tag der offenen Tür“ einen Blick hinter die Kulissen des Zwecksverbands Wasserversorgung Oberes Kollbachtal (ZWOK) geworfen hatten, gab’s aus der Region um das Maschinenhaus Breitenloh auch am Montag in der Früh schon wieder Fans, die schnell noch mal einen Blick ins nun festlich mit weißen Tischdecken und roten Blumen dekorierte Festzelt werfen wollten. Doch das Mitfeiern war an diesem Tag den geladenen Gästen des offiziellen Festaktes zum 50-jährigen Jubiläum vorbehalten.

cbt-01-DSC00018tDie eintreffenden Ehrengäste wurden bei strahlendem Sonnenschein – hier hatte Schirmherr Erwin Huber ganze Arbeit geleistet – von den Klängen der Blaskapelle Malgersdorf empfangen. Wobei das idyllische Maigrün rund um das Maschinenhaus in Breitenloh die ideale Kulisse lieferte.

Zu den geladenen Gästen zählten unter anderem neben MdL und Staatsminister a.D., Erwin Huber, die beiden Geistlichkeiten Josef Vidic und Dr. Theodore Nzambo. Letzterer hatte am Sonntag eine vielbeachtete Predigt über das Thema „Wasser“ gehalten, die die Besucher zu reger Diskussion inspirierte.

Auszug aus der weiteren Liste der Ehrengäste
  • Reserl Sem, Landtagsabgeordnete
  • Michael Fahmüller, Landrat des Landkreises Rottal-Inn sowie
  • Werner Bumeder, der stellvertretende Landrat ades Landkreises Dingolfing-Landau
  • Franz Pichlmeier, ehemaliger und langjähriger Vorsitzende des Wasserzweckverbandes sowie Altbürgermeister und Ehrenbürger von Falkenberg. Er hatte führte 30 Jahre den Vorsitz von ZWOK und hat in dieser Zeit maßgeblich zur Weichenstellung und dem heutigen erfolg beigetragen.
  • Martin Geltinger aus Marklkofen, Sepp Steinberger aus Reisbach und Josef Maierhofer aus Rimbach – in ihrer Funktion als ehemalige Bürgermeister der teilnehmenden Gemeinden
  • Peter Eisgruber-Rauscher aus Marklkofen, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Wasserzweckverbandes Mittlere Vils ist; Herbert Sporrer, Simbach; Rolf-Peter Holzleitner, Reisbach; Franz Josef Weber, Malgersdorf und Otto Fisch, Rimbach – in ihrer Funktion als amtierende Bürgermeister, die aktuell den Werkausschuß bilden
  • Ludwig Eder, Bürgermeister der Gemeinde Rossbach
  • Otto Haslinger, Vorsitzender der Wasserversorgung Rottal aus der Gemeinde Reuth
  • Vertreter der Fachstellen aus den Landratsämtern Rottal-Inn und Dingolfing-Landau
  • Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Pfarrkirchen
  • Vertreter der Landwirtschaftsämter Dingolfing-Landau und Rottal-Inn
  • Hermann Etzel, Vorsitzende des Bauernverbandes Rottal-Inn
  • Friedhelm Dickow, Bürgermeister aus Egglham sowie der Vorsitzender des Bauernverbandes Dingolfing-Landau
  • Ehemalige und amtierende Wassermeister vom ZWOK sowie alle anderen ehemaligen und aktuellen Mitarbeiter des Zweckverbands: „Ihr ward und seid die Seele des Betriebs.“
  • Bernd König, ehemaliger und langjähriger Werkleiter von ZWOK
  • Markus Schmitz, ab 1. Januar 2015 neuer Werkleiter von ZWOK
  • die Wassermeister aus Simbach und Gangkofen sowie Arnstorf und Schönau
  • alle ehemaligen und aktiven Verbandsräte von ZWOK sowie
  • Firmen und Ingenieurbüros, mit denen ZWOK zusammenarbeitet

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Ein besonderer Gruß der Vorsitzenden der Wasserversorgung Oberes Kollbachtal und Bürgermeisterin von Falkenberg, Anna Nagl, galt überdies der Blaskapelle Malgersdorf und den beiden Kindergärten St. Michael und Wolfindis aus Reisbach, die für den musikalischen Rahmen für die Veranstaltung sorgten. In blauem Outfit und wehenden Chiffontüchern samt Wassertropfenkrönchen aus Papier begeisterten die kleinen Künstler das Publikum zwischen den Grußworten mit ihren Darbietungen.

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Der Zweckverband Wassersorgung Oberes Kollbachtal in Zahlen

cbt-01-DSC00192tIm Anschluss stellte Markus Schmitz den Zweckverband in Zahlen vor und berichtete über anstehende Herausforderungen in der Zukunft.

ZWOK in Zahlen

  • Größe des Verbandsgebiets: 154 km2
  • Einwohner: 8.142
  • Versorgte Anwesen: 2.755
  • Wasserförderung gesamt: 732.582 m3/a (Endverbraucher 544.066 m3/a und Sonder­abnehmer 188.516 m3/a)
  •    

Unser Wasser – von seinem Ursprung bis zum Wasserhahn

Zur Wassergewinnung
  • Diese erfolgt über vier Tiefbrunnen (92 – 118 m) mit einer Gesamtförderleistung von 120 l/s.
  • Zur Wasseraufbereitung
  • Unser Wasser wird vollkommen natürlich – ohne chemische Zusätze – mit Sauer­stoff angereichert, um den hohen Eisen- und Mangangehalt unseres Grundwassers zu senken. Die Aufbereitung erfolgt in zwei Anlagen mit je 40 l/s Durchsatz.
  • Zur Wasserspeicherung
  • Unser Trinkwasser wird in einem Wasserturm mit 500 m3 Fassungsvermögen, zwei Erdbehältern mit insgesamt 1.900 m3 Fassungsvermögen sowie zwei Saugbehältern mit ca. 500 m3 Fassungsvermögen gespeichert.
  • Zur Wasserförderung
  • Die Wasserförderung erfolgt über drei Druckerhöhungsanlagen (Maschinenhaus Stöchelsberg bei Malgersdorf, Oberstuben bei Reisbach und Amersöd)
  • Zur Wasserverteilung
  • Die Wasserverteilung in unserem Versorgungsgebiet erfolgt über insgesamt 298 km Rohrnetzlänge. Davon sind 249,5 km Hauptleitungen aus Guß-, Zement- und Kunststoffrohren und 48,5 km Hausanschlußleitungen aus PEHD-Kunststoff.
  • Zur Trinkwasserqualität

  • Unsere Trinkwasserqualität ist hervorragend. Nitrat oder PMS sind gar nicht oder in so geringen Mengen vorhanden, dass sie nicht nachweisbar sind.
  • Anstehende Projekte für die Zukunft

    Laufende Vorhaben

    • Sanierung und Modernisierung von Bauwerken und technischen Einrichtungen, die zwar hervorragend gewartet sind, aber meist noch aus den 1970er Jahren stammen und daher der Modernisierung bedürfen. Beispielsweise gibt es heute sehr viel energieeffizientere Pumpen etc.
    • Für den Planungszeitraum 2016 – 2025 sind für technische Erneuerungen Kosten von rund 3,8 Millionen Euro (auf Schätzbasis) eingeplant.

    Zukunftsthemen Energieeffizienz und schonendes Ressourcen-Management

    • Ein großes Zukunftsthema, so Markus Schmitz, sei zudem der schonende Umgang mit Ressourcen sowie ein effizienterer Umgang mit Energie. Beispielsweise wurde bereits (im 4. Quartal 2014) auf dem Dach des Maschinenhauses Breitenloh eine Photovoltaik-Anlage installiert. Damit konnte bereits ein steigender Stromertrag für den Eigenverbrauch erzielt werden.
    • Gegen Ende 2015 ist eine Energiemanagement-Zertifizierung des Betriebs geplant.

    Deutschland im Vergleich zur weltweiten Situation

    cbt-01-DSC00221tDie Landtagsabgeordnete Reserl Sem würdigte die Weitsicht der Gründer vom ZWOK, die sich schon früh für einen Zusammenschluss stark machten, „denn allein wären all die Aufgaben nicht zu schaffen gewesen.“ Von ihrer Heimat, dem Rottal, so die Abgeordnete, habe sie dagegen eher die legendären Wasserkriege aus jener Zeit in Erinnerung. Sie erinnerte daran, dass Wasser eigentlich ein Nahrungsmittel ist und im Vergleich mit anderen Getränken vergleichs­weise billig und das bei höchster Qualität. Etwas, was nicht überall auf der Welt der Fall ist.

    cbt-01-DSC00247tMichael Fahmüller erinnerte daran, dass eigentlich viel zu wenig darüber nachgedacht wird, welches Glück wir haben – ausreichendes und frisches Wasser zu jeder Zeit einfach aus dem Wasserhahn beziehen zu können: „Woanders in der Welt sind bereits Wasserkriege in vollem Gang,“ gab er zu bedenken.

    cbt-01-DSC00253tAuch Werner Bumeder attestierte dem ZWOK, dass die Wasserqualität hier das herausragende Markenzeichen sei. Doch viel zu wenig Menschen machen sich Gedanken darüber, welche anspruchsvolle Technik dahinter steckt. Besonders freue ihn, so Bumeder, “dass man im Oberen Kollbachtal nicht nur ans Wasser denkt, sondern auch der Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert einräumt“.

    Viel Lob für die hervorragende Leistung

    cbt-01-DSC00261Auch Schirmherr Erwin Huber geriet bei der Qualität des Trinkwassers im Oberen Koll­bach­tal ins Schwärmen und vergab Bestnoten: „Nur mit einer winzigen Abweichung hatte der Zweckverband den Status „geeignet für Babynahrung“ verfehlt – was aber nicht am Verband, sondern an der Boden­beschaffenheit liegt“. Dabei liege der Preis um das 800- bis 1000-fache unter dem Preis für Mineral­wasser aus dem Supermarkt. „Wir sind wirklich gesegnet mit viel und gleichzeitig gutem Wasser. Aber von den acht Milliarden Menschen auf der Welt müssen sich mindestens vier bis fünf Milliarden um ihre Wasserversorgung Sorgen machen.“

    cbt-01-DSC00265tEin weiteres Thema, das ihm am Herzen lag, war die Gefahr, dass das Allgemeingut Wasser privatisiert und Profitinteressen geopfert werden könnte. Allerdings sei diese erst einmal gebannt, hierzulande liege die Wasser­ver­sorgung nach wie vor in erster Linie in kommunaler Hand. Und das dies so bleibt, da sind sich Politiker und Bürger ausnahmsweise einmal total einig. Auch Erwin Huber erinnerte sich noch gut an Hinder­nisse, die in den Anfangs­zeiten aus dem Weg geräumt werden mussten und würdigte die Leistungen aller bisherigen Verbands­vor­sitzen­den und überreichte Franz Pichlmeier als Dank einen bayerischen Porzellanlöwen. Besonders würdigte er auch den Einsatz des langjährigen Werkleiters Bernd König und fand viel Lob für dessen Nachfolger Markus Schmitz.

    Inhalt der Rede des Schirmherrn - Langfassung

    folgt

    Fröhlicher Ausklang einer gelungenen Jubiläumsveranstaltung

    Anna Nagl, die sich für die „bewegenden und eindringlichen Grußworte“ ganz herzlich bedankte, wünschte nun – nachdem sie sich bei Schirmherr Erwin Huber mit einem Gläserset mit Verbands­logo bedankt hatte, allen Anwesenden einen guten Appetit. Doch bevor dann das Mittagsmenü vom Party-Service des Gasthauses Reger von allen genossen werden konnte, gab’s noch mal ein Happy Birthday-Überraschungs­ständchen der Blaskapelle Malgersdorf für die strahlende Vorsitzende, die am Tag zuvor Geburtstag hatte, bei dem das ganze Zelt kräftig mitsang. Und bestens gelaunt saßen viele der Gäste auch noch nach dem Mittagsessen beieinander und unterstützten die Blaskapelle auch weiterhin bei ihren Gesangseinlagen – ein adäquater Abschluss für ein rundum gelungenes Jubiläumswochenende.

    Bild-Impressionen vom offiziellen Festakt

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